29.10.2014

Geomarketing – kleine Fangemeinde, große Wirkung

Investitionen in standortbezogenes Marketing – Location Based Services (LBS) – können sich auszahlen. Denn mit Geomarketing sind Unternehmen mit relativ überschaubarem Aufwand in der Lage, eine stabile konsumfreudige Kundschaft zu erreichen. Zwar nutzt nur knapp ein Drittel der Deutschen Dienste wie Around me und Google Maps, diese sind aber umso kauffreudiger.

Das ist ein Ergebnis der repräsentativen Studie „Potenzialanalyse Big Data Analytics“ von Steria Mummert Consulting. Mit dem richtigen Angebot wächst die Kauflust der Deutschen. Bei Diensten, die auf Geomarketing basieren, erhalten Anwender im Tausch gegen Standortdaten und gegebenenfalls persönliche Vorlieben Hinweise auf passende Produkte in ihrer Nähe. Besonders deutlich wird die Relevanz von LBS, wenn man betrachtet, wie häufig diese Services einen Kaufimpuls auslösen. Gut jeder fünfte Nutzer von standortbezogenen Diensten gibt an, dadurch häufig ein Produkt erworben oder eine Dienstleistung in Anspruch genommen zu haben – also beispielsweise einen Restaurantbesuch. Bei weiteren 41 Prozent führt LBS gelegentlich zu einem Kauf.

Wie die Umfrage weiter zeigt, teilt sich Deutschland in der Frage von Geomarketing in drei, sehr ähnlich breit aufgestellte Segmente: 43 Prozent aller Befragten halten diese Form der Produktvermarktung für hilfreich oder absolut hilfreich. 23 Prozent der Deutschen kennen diese Form des Marketings bislang noch nicht und 38 Prozent der Umfrageteilnehmer weigern sich, ihre Daten für Geomarketing an Unternehmen weiterzugeben.

„Unternehmen müssen eine Antenne dafür entwickeln, dass der Standort, an dem sich Menschen aufhalten einen relevanten Einfluss auf deren Kaufbereitschaft hat“, sagt Dr. Carsten Dittmar, Senior Manager im Bereich Enterprise Information Management bei Steria Mummert Consulting. „Jedoch verlangen Kunden für die Preisgabe Ihrer Standortdaten einen erkennbaren Gegenwert, beispielsweise in Form von zusätzlicher  Information, Verbraucherfreundlichkeit oder eines finanziellen Mehrwerts. Die eigentliche Herausforderung besteht somit darin, LBS in ein schlüssiges Gesamtkonzept zu integrieren, das Kunden bereitwillig aufgreifen und zudem auch regelmäßig nutzen. Nur dann gelingt die Mobilisierung kaufwilliger Konsumenten mit vergleichsweise geringem Aufwand.“ (SJ)

Die Studie ist hier erhältlich: http://bit.ly/BigDataMK

  • Über die Studie
    Im Rahmen der repräsentativen Studie „Potenzialanalyse Big Data Analystics“ wurden im Auftrag von Steria Mummert Consulting 1.000 Endkunden in Deutschland befragt. Die Umfrage erfolgte im Januar 2014 über ein Online-Panel. Die Daten sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung, gewichtet nach dem Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes.

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