05.09.2012

Internationaler Medienkongress 2012: „Social TV ist mehr als nur ein Hype"

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Tony Wang, General Manager, Twitter UK, London, UK © Medienboard/Uwe Völkner -FOX

Social TV ist das neue Buzzword der Unterhaltungsbranche. Interaktives Fernsehen ist – auch in der Verknüpfung mit Sozialen Medien wie Facebook und Twitter - in der Realität der digitalen Generation angekommen. So sind in den USA bereits 40 Prozent der Zuschauer, die ein Smartphone oder Tablet-PC besitzen, parallel zum Fernsehen online connected. Die parallele Nutzung über einen Bildschirm wird absehbar an Relevanz gewinnen.

Mitgehen, wenn man nicht abgehängt werden will

Bereits 80 Prozent aller Zuschauer nutzen einen zweiten Bildschirm, den sogenannten Second Screen, während sie Fernsehen. 72 Prozent von ihnen kommentieren die laufende Sendung während dessen auf Twitter, Facebook oder einem anderen Social-Media-Kanal. Diese Zahlen präsentierte Twitter UK-Chef Tony Wang am ersten Tag des Internationalen Medienkongresses (03.-04.09.12, ICC Berlin) in seiner Keynote. „Social TV ist heute bereits Realität“, sagte er. „Denn es ist nicht etwas, was die Sender, sondern was die Nutzer entscheiden.“ Die Schlussfolgerung: mitgehen, wenn man nicht abgehängt werden will.

Für Social TV gibt es Wang zufolge im Wesentlichen zwei Gründe: Zum einen ist die Diskussion öffentlich und kann von Produktionsfirma und Sender zur Evaluation herangezogen werden. Zum anderen bringen Social Media neue Zuschauer – oder sorgen dafür, dass die bestehenden am Ball bleiben. Immer mehr Menschen schalten ein, weil sie durch Kommentare in sozialen Netzwerken auf das Programm aufmerksam geworden sind. Soziale Netzwerke können zudem die Spannung in nicht ganz so unterhaltsamen Momenten halten.

Auf der anschließenden Panel-Diskussion diskutierten u.a. Jens-Uwe Bornemann, Vice President Digital Ventures & Innovation, UFA Film & TV Produktion, Matthias Büchs, Director Online Mobile VoD Teletext, RTL Interactive, Jean Pierre Crapet, Leiter Content Strategy & Cooperation, Deutsche Telekom und Iain Dendle, Business Development Director, Europa AShazam Entertainment, London unter der Moderation von Torsten Zarges, Korrespondent, kressreport.

Social TV ist für das Fernsehen unumkehrbar

Matthias Büchs stellte fest: „Social Media bietet uns große Chancen, da es das Lagerfeuererlebnis des Fernsehens erweitert.“ Er fügte hinzu: „Social Media steigert den Wert von Live-Fernsehen, da der Social Media Stream nur Live bzw. parallel zur Sendung möglich ist. D.h., dass auch die Werbung wieder gesehen wird.“  Vittorio Valente, Produzent der Serie „Berlin - Tag & Nacht“, hat so gute Erfahrungen mit Social Media als erweitertete Ebene der Daily Soap gemacht, das er festhielt: „Social TV ist für das Fernsehen unumkehrbar.“  Jens-Uwe Bornemann wies zwar darauf hin, dass es aufgrund der Datenlage noch zu früh sei, stichhaltige Ergebnisse zu liefern, stellte aber auch fest, die Tendenz sei eindeutig: „Social TV ist mehr als nur ein Hype. Da ist mehr drin! Ich glaube, dass es ein signifikanter, nachhaltiger Trend ist!“ (ML)

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