11.07.2012

Mobile Commerce: Die Rolle des Smartphones im Kaufprozess

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Die Informationssuche mit Smartphone und Tablet ist die am meisten genutzte M-Commerce- Funktion© ECC Handel

Mobile Endgeräte wie Smartphones werden zum Herzstück von Multi-Channel-Vertriebssystemen. Kunden haben durch Smartphones die Möglichkeit, sich während ihres Shopping-Trips im stationären Geschäft parallel in der Online-Welt zu bewegen und weiterführende Preis- und Produktinformationen abzurufen. Die aktuelle Studie des ECC Handel am IFH Köln in Zusammenarbeit mit PayPal und Shopgate „Mobile Commerce in Deutschland – Die Rolle des Smartphones im Kaufprozess“ belegt die Bedeutung von mobilen Endgeräten auch für Multi-Channel-Konzepte. Smartphones übernehmen eine zunehmend wichtige Rolle als Informationstool im Vorfeld der Kaufentscheidung.

Jeder dritte Smartphone-Nutzer sucht häufig Informationen zu lokalen Anbietern

43 Prozent der Smartphone-Nutzer setzen ihr mobiles Endgerät mehrmals im Monat während des Besuchs im stationären Ladengeschäft ein, um Preisinformationen einzuholen. Ebenfalls häufig werden Informationen zur Verfügbarkeit oder weiterführende Informationen zu Produkten oder Dienstleistungen abgerufen. Die Studie zeigt auch, welches Potenzial die verstärkte Verbreitung von Smartphones für den stationären Handel bietet: Mehr als jeder sechste Smartphone-Nutzer sucht mehrmals pro Woche Informationen über lokale stationäre Händler. Weitere 21,5 Prozent nutzen ihr Handy hierfür mehrmals im Monat.

„Die Zahlen zeigen deutlich, dass die Informationssuche mit mobilen Endgeräten bereits zum festen Bestandteil im Kaufprozess von vielen Konsumenten geworden ist“, erläutert Aline Eckstein, Bereichsleiterin des ECC Handel am IFH Köln, die Ergebnisse. „Die neue Informationssouveränität der Konsumenten stellt stationäre Händler vor eine Reihe neuer Herausforderungen“, so Eckstein weiter.

  • Die Informationssuche mit Smartphone und Tablet ist die am meisten genutzte M-Commerce-Funktion - Vier von fünf Nutzern verwenden ihr Tablet oder Smartphone für diesen Zweck.
  • Smartphone-Besitzer fordern mobil optimierte Websites - 58,8 Prozent der Befragten wünschen sich, dass Anbieter Online-Shops für den einfachen und schnellen Einkauf mit dem Smartphone optimieren.
  • Datensicherheit, Kostentransparenz und Übersichtlichkeit sind wichtigste Erfolgsfaktoren - Die sichere Verschlüsselung von Daten finden 84,4 Prozent wichtig, die Offenlegung aller Kosten 83 Prozent und eine übersichtliche und verständliche Menüführung 80 Prozent.
  • Internetspezifische Verfahren wie PayPal sowie Rechnung sind die beliebtesten Zahlungsmethoden im M-Commerce - 63,6 Prozent der Smartphone-Käufer haben schon internetspezifische Zahlungsverfahren wie PayPal oder sofortüberweisung.de verwendet. Die bei Konsumenten allgemein sehr geschätzte Rechnung folgt mit 57,4 Prozent erst auf dem zweiten Platz.
  • Aufwändige Bestell- und Registrierungsprozesse führen zu Kaufabbrüchen - Knapp die Hälfte der Smartphone-Besitzer hat schon einmal den Kauf abgebrochen, weil ihnen der Bestell- und Registrierungsprozess zu aufwändig war und 45 Prozent haben ein Produkt schon einmal nicht gekauft, da ihnen die Navigation zu umständlich war.
  • Mobile Commerce steht in Deutschland am Anfang einer äußerst dynamischen Entwicklung - Die befragten Experten erwarten ein deutlich schnelleres Wachstum im M-Commerce als bei der Internetrevolution. Trendthemen und Treiber sind Mobile Payment, innovative Services und die Integration von Kundendaten zur personalisierten Ansprache.

Um den Kunden online abholen zu können, müssen sich Unternehmen im Web attraktiv präsentieren und auf ihren Websites gezielt relevante Informationen anbieten. Bei den Konsumenten am beliebtesten sind mit 37 Prozent neutrale Plattformen wie Preisvergleichs- oder Bewertungswebseiten. Mit knapp 29 Prozent folgen Websites konkurrierender Anbieter. Am dritthäufigsten informieren sich Smartphone-Besitzer auf der Website des Anbieters, in dessen Ladengeschäft sie sich gerade befinden.

Damit Händler – online wie offline – besser von der weiten Verbreitung mobiler Endgeräte profitieren können, sollten sie die Informationsansprüche potenzieller Kunden verstehen, um ihnen in einem zweiten Schritt die Informationssuche sowie den Kaufabschluss mit dem Handy zu erleichtern. Dabei gilt es einerseits, die mobilen Seiten für Smartphones zu optimieren und andererseits, etwa durch QR-Codes, Möglichkeiten zu schaffen, weiterführende Informationen verfügbar zu machen sowie den Kauf von Artikeln zu ermöglichen. (JS)

Die Studie kann ab sofort auf der Website des ECC Handel kostenfrei heruntergeladen werden.

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