09.05.2012

Telekommunikationsgesetz: Neue Regeln für Telefon- und Internetkunden

PressebildBreitbandGlasfaser01.jpg

©DTAG

Die Anfang des Jahres vom Bundestag und Bundesrat beschlossene umfassende Änderung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) ist heute im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden und tritt damit morgen in Kraft. „Die Novelle trägt dazu bei, den Ausbau schneller Internetzugänge überall in Deutschland voranzutreiben“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. So werden Gas- und Stromversorger verpflichtet, unter bestimmten Bedingungen Leerrohre für Internetkabel gegen Entgelt zur Verfügung zu stellen. Dadurch werden unnötige Kosten und zusätzliche Baustellen vermieden. Aber auch für Verbraucher ergeben sich Änderungen. Neue Regeln für Verträge und Tarife sorgen für einheitlichere Rechte der Kunden.

Hier die wichtigsten Änderungen für Telefon- und Internetkunden:

Anbieterwechsel

Der Telefon- oder Internetanschluss darf bei einem Anbieterwechsel nur noch für einen Kalendertag unterbrochen sein. Auch eine Mitnahme der Telefonnummer muss möglich sein, sie muss innerhalb eines Tages wieder freigeschaltet werden. Im Mobilfunk kann die Rufnummer schon vor Ablauf des Vertrages zu einem neuen Anbieter mitgenommen werden.

Vertragslaufzeit

Telefon- und Internetanbieter werden künftig mindestens eine Tarifvariante mit einer Mindestlaufzeit von zwölf Monaten anbieten.

Umzug des Kunden

Telefon- und Internetanbieter werden die vertraglichen Leistungen am neuen Wohnort des Kunden weiterführen, ohne die Vertragslaufzeit automatisch zu verlängern. Falls die Services am neuen Wohnort nicht möglich sind, kann der Kunde mit einer Frist von drei Monaten kündigen.

Mindestgeschwindigkeit

Internetanbieter werden bei Festnetz-Anschlüssen wie DSL und Kabel-Internet die erreichbare Mindestgeschwindigkeit angeben.

Call-by-Call-Dienste

Zu Beginn von Telefonaten über Call-by-Call-Dienste wird der Preis angesagt. Diese Regelung tritt voraussichtlich ab August 2012 in Kraft.

Bezahlung von Services über Handyrechnung

Handynutzer können verhindern, dass über ihre Telefonrechnung Online-Services von Fremdanbietern abgerechnet werden. Dazu genügt eine Mitteilung an den Handy-Netzbetreiber. Zudem können auch Handynutzer nun gegen einzelne Rechnungsposten Widerspruch einlegen, ohne dass eine Anschlusssperre droht. Im Festnetz ist das seit längerem möglich.

Warteschleifen

Wartezeiten bei Servicerufnummern sind künftig kostenlos. Um Anbietern die nötige Zeit für die technisch aufwändigen Umstellungen zu geben, tritt die Regel aber nicht sofort vollständig in Kraft. Zunächst sind die ersten zwei Minuten der Wartezeit kostenlos. Nach einem Jahr gilt die Regelung für die gesamte Wartezeit. Die ITK-Branche bereitet die Umsetzung in enger Abstimmung mit der Bundesnetzagentur vor. (ML)

  • Das novellierte Telekommunikationsgesetz und ein Überblick über die neuen Regelungen sind hier abrufbar.

Aktuelle News

Online-Shopper 50 plus: Ohne Service geht’s nicht

25.04.2013 | Online-Händler müssen ihre Kunden über eine ganze Reihe an Einzelkriterien hinweg überzeugen, um sich langfristig am Markt positionieren zu können. Wie wichtig es dabei ist, nicht nur bei einzeln...

weiterlesen

BVDW stellt neue Richtlinie für Social Media Monitoring vor

17.04.2013 | Die Fachgruppe Social Media im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. schafft mit einer neuen Richtlinie branchenübergreifende Grundlagen für Social Media Monitoring. Indem die Medientypenein...

weiterlesen

Google Glass: Boomt jetzt die Smart Home Industrie?

16.04.2013 | Google Glass soll Ende diesen Jahres auf den Markt kommen aber an der neuartigen „Brille“ scheiden sich die Geister: Die einen halten Google Glass für ein reines Spaßobjekt, die anderen für ein...

weiterlesen

Social Media im Kundenservice: Teil 2 | Vom intensiven Zuhören zur aktiven Teilnahme

16.04.2013 | Wie sich im digitalen Zeitalter auch das Kommunikationsverhalten der Kunden verändert hat und wie Unternehmen hierauf reagieren können, zeigte Teil eins der Artikelserie „Kundenservice der Zukunft...

weiterlesen

Studie: Banken müssen Vertrauensvorsprung bei mobilen Bezahllösungen nutzen

16.04.2013 | Noch vor wenigen Jahren war der Finanzsektor in allen Belangen rund um das Bezahlen von Gütern und Dienstleistungen alleiniger Platzhirsch. Das Thema „Mobile Payment“, also die direkte Bezahlung ...

weiterlesen
« 1 2 3 4 ... 287 »