02.05.2012

RFID-Monitor 2012: Kontaktlose Technologien gewinnen weiter an Fahrt

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©Gratl Peter / pixelio.de

Mehr als neun von zehn Unternehmen in Deutschland erwarten in diesem Jahr ein starkes Wachstum bei RFID-Lösungen. Jeder vierte Entscheider sieht die Potenziale insbesondere bei der Identifikation von Personen und der Logistik. Auch für die Zukunft sagen die Experten eine positive Entwicklung voraus. Zwei von drei RFID-Managern rechnen mit einem konstanten Wachstum bis 2015.

Der Optimismus dürfte nicht zuletzt auch auf die Ankündigung mehrerer Kreditinstitute, 2012 das kontaktlose Bezahlen mit Karte an zahlreichen Verkaufsstätten in Deutschland durchzusetzen, zurückzuführen sein. Zudem starten vermehrt Anwendungen auf der Basis von Near Field Communication (NFC), die dem Verbraucher zum Beispiel das Bezahlen mit dem Mobiltelefon ermöglichen sollen. Mehr als jeder Vierte erhofft sich hierdurch sogar ein starkes Umsatzplus. Dies ist das Ergebnis des RFID-Monitor 2012 von PAV in Kooperation mit dem Fachmagazin RFID im Blick. An der Online-Umfrage nahmen 169 Entscheider teil.

Der NFC-Standard erhält eine neue Bewährungsprobe. Zehn Jahre ist es mittlerweile her, als sich die Ideen überschlugen, was mithilfe von NFC alles aus Mobiltelefonen gemacht werden kann. Jetzt soll alles anders werden. Mehr als zwei von drei RFID-Experten messen der Funktechnologie bis 2015 eine starke Bedeutung bei. Potenzial sehen sie insbesondere bei mobilen Bezahlfunktionen (35 Prozent), gefolgt vom Einsatz am Point of Sale (19 Prozent), der Personenidentifikation (17 Prozent) und dem Social Marketing (14 Prozent). Mehr als die Hälfte der Befragten (57 Prozent) erwarten zudem, dass die Akzeptanz der Verbraucher gegenüber kontaktlosen Technologien durch den vermehrten Einsatz von NFC bis 2015 verbessert wird. Diese wird nach Ansicht der Entscheider jedoch auch von weiteren Faktoren, wie zum Beispiel der Aufklärung über entsprechende Lösungen (34 Prozent) beeinflusst.

Die Akzeptanz könnte auch darüber entscheiden, ob das kontaktlose Bezahlen in Deutschland ein Erfolg wird. So sollen 2012 im Regelaustausch alle 45 Millionen EC-Karten-Besitzer bei Sparkassen Schritt für Schritt mit der kontaktlosen Kartentechnologie ausgestattet werden. Zudem beabsichtigen viele Banken bis Mitte des Jahres an ihre Kunden die kontaktlose Visa-Zahlungskarte (Visa payWave) auszugeben. Die Karten sind mit einem Transponder ausgestattet. Dies ermöglicht die Verarbeitung und Speicherung von Daten sowie die kontaktlose Kommunikation mit einem speziellen Lesegerät mithilfe von Radiowellen (RFID). Insbesondere kleinere Einkäufe, wie zum Beispiel Kaffee, Zeitung oder Sandwich sind so im Handumdrehen erledigt. Und den Händlern bleibt mehr Zeit für die Beratung. Mehr als zwei von drei RFID-Managern erwarten daher, dass sich die bequeme Bezahlform durchsetzen wird.

Die Erfolgsgeschichte kontaktloser Karten würde damit fortgesetzt. Seit der Entwicklung entsprechender Kartenlösungen durch PAV im Jahre 1995 setzen heute fast zwei Drittel (60 Prozent) der Unternehmen in Deutschland kontaktlose Karten ein. Diese kommen hier insbesondere für Zutrittskontrollen (51 Prozent) und der Zeiterfassung (27 Prozent) zum Einsatz. Von den Unternehmen, die bislang noch keine kontaktlosen Karten benutzen, planen immerhin zwei Drittel deren Einführung. Die am häufigsten genutzte Frequenz ist HF (50 Prozent). Auch für die Zukunft sagen die RFID-Experten kontaktlosen Lösungen eine erfolgreiche Zukunft voraus. Die Nachfrage nach kontaktlosen Karten insgesamt wird ihrer Meinung nach insbesondere bei NFC-basierten Anwendungen (26 Prozent), dem ID-Bereich (21 Prozent) und Zutrittskontrollen (14 Prozent) steigen.

Ein weiteres aktuelles Beispiel für erfolgreiche kontaktlose Kartenprojekte liefert der neue Blutspendeausweis des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Die bislang nur regional gültigen Ausweise werden 2012 durch eine Smartcard mit integrierten RFID-Chip und Mikroprozessor abgelöst. Mit dem modernen System wird das Blutspenden künftig auch bundesweit möglich sein. Insgesamt werden jährlich circa 4,3 Millionen Vollblutspenden in Deutschland geleistet, davon rund 80 Prozent bei den DRK-Blutspendediensten. (JS)

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